Kontakt | Impressum
 
Test: Honda Civic

Gesamt
Motor/Leistung
Komfort/Platz
Fahrverhalten
Werkstatt/Kosten
Benutzer:niewen
Test vom:31.01.2012

Fahrzeugdaten

Fabrikat: Honda
Modell:Civic
Getriebe: Schaltung
Kraftstoffart: Benzin
Leistung: > 147 kW (200 PS)
Hubraum: 1500 - 2000 ccm
Baujahr: 2008
Anzahl Türen: 2/3
Aufbau: Coupé
Gefahrene km: > 50.000 km

Verbrauch

Stadtbetrieb:12,3 l / 100 km
BAB / Landstraße
normal:
8,7 l / 100 km
Autobahn schnell:10,1 l / 100 km
Kombiniert:10,2 l / 100 km
0 von 1 Usern finden diesen Test hilfreich.
Bewerten Sie diesen Test
Sie haben diesen Test noch nicht bewertet. Klicken Sie einfach auf einen Daumen:





Motor/Leistung Komfort/Platz Fahrverhalten Werkstatt/Kosten
Das Motorenkonzept mit einem drehfreudigen Vierzylinder, der sich in ungeahnte Höhen schraubt, ist nach wie vor einzigartig. Ein Blick auf die größtenteils innovativere Konkurrenz zeigt jedoch, dass der Type R davon kaum einen realen Nutzen hat. Zwei Liter Hubraum mit einem Output von 148 kW/201 PS sind heutzutage wenig beeindruckend. Das maximale Drehmoment von gerade mal 193 Nm liegt bei 5.600 Touren an.

Unten herum geht beim Honda Civic Type R daher nur wenig. Die zweite Luft bringt erst ab 4.500 U/min Sturm in die hinein. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft die 4,27 Meter lange Sportskanone in 6,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h ist ordentlich.

Wirklich erleben möchte man Geschwindigkeiten von über 160 km/h jedoch nicht. Spätestens dann wird es im Type R ohrenbetäubend laut. An ein Gespräch mit dem Sitznachbarn oder am Telefon ist nicht zu denken. Alles andere als zurückhaltend zeigt sich auch der Verbrauch. Durchschnittlich schluckte der Sport-Honda stattliche 10,3 Liter Super pro 100 Kilometer.
Leider haben die Innenraumingenieure des Honda Civic einen fragwürdigen Job erledigt. Nichts gegen Extravaganz und Individualität - doch dieses zerklüftete Armaturenbrett hat in einem Auto der Neuzeit nichts zu suchen. Der Verstellbereich des Lenkrades ist ebenso deutlich zu klein wie der Spielraum der Sitze. Groß gewachsene Fahrer freuen sich über die bequeme Sitzposition und viel Platz zum Dachhimmel - können den Drehzahlmesser und das Zentraldisplay jedoch nur zum Teil einsehen.
Schon der Startvorgang nervt. Erst wird rechts der Schlüssel gedreht und vermeintlich gezündet. Der Motor röhrt jedoch erst nach einem Druck auf den roten Starterknopf an der linken Seite. So etwas braucht kein Mensch. Wenn schon Starterknopf dann bitte auch kein Schlüsseldreh. Sonst wird das ganze zu pseudo-sportlichen Farce.

Oben der LCD-Tacho, dann schlecht abzulesen und meilenweit entfernt die digitalen Anzeigen für Motortemperatur und Tankvolumen. Bedienung und Anzeige der Klimatisierung lassen ebenfalls viel Verbesserungspotenzial für die nächste Modellpflege. Dass Honda als einziger Hersteller in Segment der kompakten Sportler für stattliche 579 Euro Aufpreis nur eine Nachrüstnavigation mit Schwanenhals anbietet, komplettiert den schlechten Eindruck vom Innenraum.

Dabei hat der Honda Civic Type R auch unter dem knackig geschnittenen Blechkleid seine Qualitäten. Das Platzangebot kann sich vorn wie auch hinten sehen lassen. Der Kofferraum ist nicht nur leicht zu beladen, sondern mit grandiosen 456 Litern auch geräumiger als bei den meisten anderen. Die Zuladung ist mit 362 Kilogramm jedoch dürftiger
Leider ist es mit der Rundumsicht nicht weit her. Der mittig in der Heckscheibe positionierte Heckspoiler nimmt jede Sicht nach hinten.
Die große Stunde des Type R schlägt im mittelschnellen Tempo auf der Landstraße. Außerhalb der überfüllten Städte genießt man das straffe Fahrwerk, das einen Minuten zuvor noch zur Verzweiflung brachte. Die Seitenneigung des 1,4 Tonnen schweren Fronttrieblers ist selbst in extrem schnellen Kurven minimal - und so lassen sich prächtige Radien in den Asphalt zaubern. Bei der Gangwahl gibt es mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe solide Hausmannskost.

Er zerrt bei forscher Gangart gerne am Lenkrad wie ein Großer und hat nicht nur in engen Kehren nennenswerte Probleme, seine Leistung entsprechend in Szene zu setzen. Die harte Federung rüttelt einen durch. Stimmig sitzt man in echten Rennstühlen, die trotz aller Straffheit bequem sind - jedoch eine Spur zu hoch. Die Seitenwangen sind stramm und geben einem auch im Grenzbereich das nötige Vertrauen. Dazu kann man den Fahrbahnbelag durch die präzise Lenkung feinfühlig ertasten.
Zwei Türen, Frontantrieb und einen bissigen Vierzylinder, der willig bis an die 8.000-Touren-Grenze dreht. Macht auf der kurvenreichen Landstraße immer wieder eine helle Freude. Auf der Autobahn fallen einem dagegen schier die Ohren ab. Denn während sich die meisten anderen Hersteller um eine größtmögliche Spreizung zwischen Alltagstauglichkeit und Sportpotenzial bemühen, scheint dem Japaner jeglicher Komfortanspruch weitgehend schnurz zu sein.
Unter dem Strich gibt es bessere Kompaktsportler als den Honda Civic Type R. Der bietet bisweilen zwar einen richtigen Fahrspaß, hat im Alltagsbetrieb jedoch zahlreiche Makel.
Mit einem Basispreis von 27.590 Euro ist man nicht gerade günstig unterwegs. Über den Mehrpreis täuscht auch die sehr ordentliche Serienausstattung mit Sportsitzen, Xenonlicht, Tempomat und Klimaautomatik nicht hinweg. Sitzheizung, Lederstühle oder ein integriertes Navigationssystem gibt es nicht mal gegen Aufpreis.
Kommentare zu diesem Test
Alexander Heinz
31.08.2010 19:46:10
Toller Testbericht


Kommentieren Sie diesen Test:
Ihr Name:
Kommentar

Weitere Autotests Eigenen Test verfassen


Login
Username Passwort
Zugangsdaten vergessen?
Sie sind noch nicht registriert? Hier melden Sie sich an!

Diese Seite weiterempfehlen

Aktivste Verfasser

Neueste Tests der
aktivsten Verfasser
der letzten Monate:

Herbie: 3 Tests
Auto-Ranitzki: 3 Tests
mazdoll: 2 Tests

Newsletter

weiterempfehlen

clever-tanken.de Benzinpreis-Suche
PLZ/Ort  
Sorte

Gewinnspiel
Verlosung

Test der Woche