Sie haben diesen Test noch nicht bewertet. Klicken Sie einfach auf einen Daumen:
Motor/Leistung
Komfort/Platz
Fahrverhalten
Werkstatt/Kosten
Mit seinen 82 PS und ca. 1200 kg Leergewicht ist keine rasante Fahrweise möglich, was auch nicht zum altertümlichen Fahrwerk paßt. Zum im Verkehr mitschwimmen reicht es allemal. Die angegebene Höchstgeschw. von 137 km/h stellt sich eher als Zahl auf dem Papier heraus und wird nur mit viel Geduld erreicht, wenn man überhaupt will. Aufgrund der Geräuschentwicklung, ähnlich einer Antonov Turboprop, geht man freiwillig vom Gas. Auch die Windschnittigkeit der eines russischen Flugzeugträgers wirkt sich negativ auf Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch aus. Der 1,7 l Vierzylinder, abstammend aus den Fiat 124 Modellen und mit Steuerkette ausgerüstet, ist die einzig erhältliche Motorisierung. Durch die Ausrüstung mit einer Flüssiggasanlage, die ab Importeur erhältlich ist, wird die Leistung dazu noch minimal reduziert. Ist aber im normalen Betrieb nicht relevant. Der Gasverbraucht liegt ca. 2l höher als im Benzinbetrieb. Es kann jederzeit mittels eines Kippschalter die Kraftstoffart gewechselt werden. Gegenüber anderen Fahrzeugen mit Autogasanlage, deren Gastank meist in der Reserveradmulde untergebracht ist, führt der Niva ein vollwertiges Ersatzrad im Motorraum mit.
Trotz seiner kompakten Abmessungen hat man ein einzigartiges Raumgefühl. Durch die fast senkrechten Seitenscheiben und die Breite kommt Lkw Feeling auf. Positiv zu vermerken ist die enorme Übersichtlichkeit, die bei vielen modernen Pkw stark vernachlässigt wird. Die Rückbank ist keineswegs einengend, aber nur für 2 Personen zugelassen. Der Kofferraum ist mit ca. 270l eher als klein zu bezeichnen. Die niedrige Ladekante und die leider nur im ganzen umlegbare Rücksitzbank machen aber einiges wett. Zudem gibt es Vorteile durch den hohen, kastenförmigen Karosserieaufbau. Deswegen paßt so manches sperrige Ladegut doch noch rein. Der Abrollkomfort ist mit den eher rau,Man spürt die Vibrationen des Antriebsstrangs, dafür entschädigt der Niva auf schlechten Straßen mit seinem schluckfreudigem Fahrwerk und bügelt alle Unebenheiten weg. Die Geräuschkullise hält sich bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h in erträglichen Grenzen. Untermalt wird die Fahrt vom Singen des Getriebes, man ist immer informiert in welchem Gang man fährt. Schon nach kurzer Zeit nimmt man diese charakteristische Geräuschkulisse des Niva als selbstverständlich hin und fängt sogar an sie in anderen Fahrzeugen zu vermissen. Darüber hinaus ist der Niva auch Langstreckentauglich, wenn man von der niedrigen Geschwindigkeit einmal absieht. Die bequeme Sitzposition und das schluckfreudige Fahrwerk in Kombination mit der nicht allzu hohen Reisegeschw. tragen zu einem entspannten Reisen bei. Austattungsfetischisten muß vom Niva abgeraten werden. Es ist nur an Bord was man gerade so braucht, El. Fenster, Klima, Fehlanzeige. Neuerdings serienmäßig mit Servolenkung. Die Bedienung gibt dafür aber keine Rätsel auf. Das der Niva in erster Linie als Nutzfahrzeug konzipiert ist wird im ganzen Innenraum sofort deutlich. Anstatt empfindlichem Teppich wurden hier Gummimatten verarbeitet. Alles rundum abwaschbar. Hier darf gekleckert werden, der Niva hat nichts dagegen. Zu erwähnen ist noch die leistungsstarke Heizung, leider nicht sehr feinfühlig einzustellen. Zwei Stufen: Sibirien oder Sahara.
Der Niva stammt aus den 70ern und so fährt er sich. Lange aber exakte Schaltwege, indirekte Lenkung, etwas schaukeliges Fahrverhalten. Zwar ist Nivafahren kein Kraftakt, aber Schaltung, Kupplung und Lenkung (ohne Servo) verlangen schon etwas Nachdruck. Aber er ist ja auch ein Geländewagen durch und durch. Abseits der Straße ist sein Element. Mit kurzen Radstand, permanentem Allradantrieb, kleinen Karosserieüberhängen, enormer Achsverschränkung, Untersetzung und Differenzialsperre wird auch schwieriges Gelände unter die Räder genommen. Wer auf Höchstgeschwindigkeit und sportliche Fahrweise verzichten kann, dafür aber das reine Gefühl haben will ein Auto zu steuern, kommt im Niva voll auf seine Kosten. Ein Auto für Puristen die Technik spüren wollen. Selbst bei einem Sicherheitstraing stellte sich der Niva als überraschend Spurtreu heraus, konnte in keiner Disziplin als unsicher gelten. Wer die alte Bremsweise mit der Stotterbremse beherrscht, kann selbst das nicht mal für gute Worte erhältliche ABS, ausgleichen. Gilt natürlich nur für geübte Fahrer. Am Niva scheiden sich die Geister. Zum einen Hochgelobt zum anderen Verteufelt. Das er inzwischen Kultstatus erreicht hat stellt aber niemand in Frage. Der Neidfaktor ist gleich Null. Und sollten bei einem Feldwegausritt einmal Spaziergänger in die Quere kommen, nehmen diese es als vollkommen normal hin, so als wäre es der natürliche Lebensraum des Niva. Einem Porsche Chayenne würde wahrscheinlich hinterhergeschimpft. Spätestens hier stellt man sich die Frage ob man den Niva überhaupt testen soll. Fakt ist: In kaum einer Disziplin kann er mit modernen Fahrzeugen mithalten, außer im Geländeeinsatz. Er ist geblieben was er früher war und heute noch ist, ein Fortbewegungsmittel um durch dick und dünn von A nach B zu gelangen. Die Tatsache ein Auto zu fahren das sich von dem Einheitsbrei der modernen Pkw abhebt und Charakter hat, ist wahrscheinlich mit aufschlaggebend sich für einen Niva zu entscheiden.
Kleine Inspektion jahrlich ca.200 Euro. Große Inspektion zweijährlich ca.400Euro. Ersatzteilpreise sind eher als niedrig einzustufen. Günstige Versicherungseinstufung. Kleinere Arbeiten können, infolge der unkomplizierten Bauart des Niva auch selbst durchgeführt werden. Aufgrund der nicht mehr aktuellen Technik, gilt der Niva nicht als Wartungsarm, weshalb auch eine jährliche Inspektion vorgeschrieben ist. Durch Vernachlässigung kann somit auch Schaden entstehen, der höchstwahrscheinlich auch den negativen Ruf aufgebracht hat. In Sachen Zuverlässigkeit ist bei meinem Niva seither nichts Negatives vorgefallen. Diverse Reparaturen waren in den gesamten 7 Jahren notwendig: Spureinstellung vorne, undichter Kühler, Getriebedichtringe, Katalysator defekt, Einspritzventil, Nockenwellensensor, neue Bremsscheiben u. Trommeln und jetzt im Alter diverse Rostansätze. Einige dieser Reparaturen entfielen noch auf die Garantiezeit und wurden problemlos durchgeführt. Bei einem Preis von ca. 13000 Euro inkl. Autogasanlage kann man kein Über-Auto erwarten, dennoch rechtfertigt die Summe seiner positiven Eigenschaften vollkommen den Anschaffungspreis, zumal es in seiner Kategorie nichts Vergleichbares gibt.
Kommentare zu diesem Test
ich
09.04.2011 16:54:10
den Niva gibts in Spanien mit Ford Dieselmotor 1,8 l 60 PS.Auch andere " nur Benziner" gibts da mit Dieselmotor,z.b. Suzuki Jimmi.
RolfNiva
28.01.2011 08:56:09
seit Januar 2011 Niva-Fahrer. - 200 km: - Blinker rechts blinkt schneller als links. Vermutl. Wackelkontakt - zweiter Gang hakt, gibt sich mit der Zeit... - Tankanzeige auch bei voll nur 3/4; serienmäßig, das muss so... = Lada 4x4 Niva, einfach (aber) klasse.
hombre
23.01.2011 10:48:53
Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines Lada Niva. Zugegeben, das Ding rumpelt auf normalen Strassen, dass es einem Angst und Bange wird. Die kleine Exkursion ins Gelände beim Probefahren hat mich aber überzeugt. Grund für den Kauf dieses "Dino's" war die sehr schlechte Geländefähigkeit meines jetzigen SUV. Das ist Luxus pur mit Allrad, wobei ich mich langsam frage, wofür der Allrad eigentlich gut sein soll. Klar gibt es in Bezug auf die jetzigen Strassenverhältnisse ein paar Pluspunkte, kaum geht es aber ins Gelände, lassen mich die kleinen Jimny's und Vitara's stehen. Bereits minmal verschlammte Pisten stellen ein fast unüberwindbares Hindernis dar, weil meine Kiste fast 2 Tonnen wiegt. Jetzt nicht mehr, denn nun erledigt der Lada die Arbeit. Ich habe schliesslich keine Lust, dauernd kilometerweit mit dem Wild auf dem Puckel spazieren zu gehen.
rolf schomaker
06.10.2010 20:04:09
ich fahre nun schon seit 4 jahren den niva und ich denke ich werde ihn noch 50 jahre weitzer fahren den es giebt kein besseren wie ihn in preis und leistung
Cluster
02.08.2010 21:24:40
Ich fahre selbst einen 2010er Niva. Klar, er ist kein Hightechauto. Er ist nicht leise, er ist nicht sparsam, er ist nicht top,oder überhaupt gut verarbeitet. Er ist wie er vor 30 Jahren geplant und Gott sei Dank auch gebaut wurde. Er ist absolut puristisch und er ist Kult! Hier ist Elektronik, besonders im Komfortbereich, ein Fremdwort. Auch hier Gott sei Dank. Keine Airbags, kein SRS, kein sprechendes Armaturenbrett, kein Keylessgo, sondern einfach nur Autofahren. Schlüssel rein, anlassen, Türen zwei oder dreimal zuschlagen, und ab geht die Post. Purer Spaß mit jedem Meter. Wer Komfort und Sicherheit will ist hier fehl am Platz. Wer meint, ohne Inspektionen ein zuverlässiges Auto zu haben, ebenfalls. Die einfache technik verleitet zwar zu der Annahme alles selbst machen zu können, aber dem ist nicht so. Selbstübrschätzung ist für den Niva tödlich. Und das gilt in allen Bereichen. Die Unterhaltskosten sind relativ gering. Ein regelmäßiger Werkstattbesuch ist ratsam. Bei einem derzeitigem Anschaffungspreis von ca 10.000€ bekommt man auf jeden Fall eine Menge mehr Auto als sonstwo. Macht mal direkte Preisvergleiche. Kleine Verarbeitungsmängel muß man hierbei nunmal in Kauf nehmen. Aber die Lada Garantie ist hier extrem kundenfrendlich und hilfsbereit. Dies ist nicht mein erster und auch nicht mein letzter Niva.
martinprof
08.06.2010 20:43:37
Nachtrag: Normaler Niva, ohne Autogas!
martinprof
08.06.2010 20:41:41
Habe mir gerade einen der neusten Version 2010 gekauft, ich komme auch von der Karre nicht los. Die Wintertauglichkeit war für mich ausschlaggebend, da ich im oberbergischen Land im Aussendienst unterwegs bin, es gibt nichts vergleichbares. Wenn ich zur Jagd mit dem Ding fahre bekomme ich immer einen Parkplatz, da dort wo ich parke keiner dieser modernen "Geländewagen" hinkommt. Wenn ich von Jagdkollegen angelächelt werde aufgrund meines Fahrzeuges, lächele ich zurück und erkläre Ihnen, das ich 7999,- Euro -Auto Kral , Fürstenfeldbruck- bezahlt habe, das ist deren Wertverlust im ersten Jahr bei x5 oder Landrover......! Klar ist aber auch es ist Kult und sehr puristisch. Bereut habe ich es aber nie!
schrauber
19.01.2010 10:55:51
Ich komme nicht vom Niva los. Er ist für mich der Inbegriff des Geländewagens. Ich würde mir gern einen kaufen, doch finde ich keinen Händler, welcher mir einen zur Probefahrt zur verfügung stellt, um mal die langstreckentauglichkeit zu prüfen. Das ist der letzte Hinderungsgrund.
Jogi
17.12.2009 23:43:33
Ich habe mir vor einem Monat meinen dritten Niva , dieses Mal neu von Lada Deutschland angeschafft! -Ich liebe dieses Auto und denke mit Entsetzen daran, dass die Produktion irgend wann mal eingestellt werden könnte. So was geiles kann heute keiner ,oder will heute keiner bauen, weil er keinen Mut mehr zum Kult hat. -Außer Lada natürlich! Ich wette, dass heute immer noch der Käfer gekauft würde, wenn VW ihn weiterhin bauen würde. -Lang lebe der Niva und Ihr in Togliatti schützet und bauet ihn!
Jäger
21.09.2009 11:23:58
Wäre das Händlernetz nicht so dünn hätte auch schon einen, aber es gibt genügend andere Hersteller die Robuste Fahrzeuge zu vernünftigen Preisen anbieten.
Rolf Richter
26.10.2008 10:35:03
Ich habe selbst seit fast einem Jahr einen Niva mit Autogas. Und übermäßigen Durst kann ich nicht feststellen 11l Autogas finde ich bei einem solchen Fahrzeug mehr als akzeptabel.
Ulmax
26.10.2008 09:33:06
ich vertehe nicht das der nicht mit einem diesel angeboten wierd dann wäre duchzugsschwachheit und zu grosser suff kein thema.